La guerra di Piero / Peters Krieg *
Traduzione di Riccardo Venturi
Du schläfst begraben in einem Weizenfeld
Weder die Rose noch die Tulpe
Wachen über dich im Schatten der Gräben
Sondern tausendfacher roter Klatschmohn.
Entlang den Ufern meines Baches
Möchte ich silberne Hechte schwimmen sehen
Nicht mehr die Leichen der Soldaten
Die von der Strömung getragen werden.
So sagtest du es und es war im Winter
Und wie die anderen Richtung Hölle
Gehst du traurig , erfüllst deine Pflicht
Der Wind spuckt dir den Schnee ins Gesicht.
Bleib' stehen Peter, bleib' jetzt stehen,
Laß den Wind ein bißchen über dich hinwegziehen
Er bringt dir die Stimmen der Kampfgefallenen,
Wer sein Leben gab, bekam dafür ein Kreuz.
Aber du hast ihn nicht gehört und die Zeit verrann
Die Jahreszeiten im Takt eines Marsches
Und du überschreitest die Grenze
An einem schönen Frühlingstag.
Und während du mit deiner Seele auf den Schultern marschierst
Am Ende des Tales siehst du einen Mann
Der deinen identischen Gefühlen hatte,
Aber mit einer andersfarbigen Uniform.
Erschieß ihn Peter, erschieß ihn jetzt
Und nach dem ersten Schuß schieß noch ein mal
Bis du ihn leblos siehst
Zu Boden fallen und sein eigenes Blut bedecken.
Wenn ich ihm in die Stirn oder ins Herz schieße
Wird er nur die Zeit zum sterben haben
Mir aber wird die Zeit bleiben
Die Augen eines Sterbenden zu sehen.
Und während du ihm diese Rücksicht entgegen bringst
Dreht er sich um und hat Angst,
Und während er die Waffe ergreift
Erwidert er nicht deine Höflichkeit.
Du fielst zu Boden ohne ein Laut
Und merktest sofort in einem Augenblick
Daß die Zeit nicht ausreichen würde
Um für all deine Sünden um Verzeihung zu bitten.
Du fielst zu Boden ohne einen Laut
und merktest sofort in einem Augenblick
Daß dein Leben an diesem Tag zu Ende war
Und daß es keine Rückkehr mehr geben würde.
Meine Ninetta, um im Mai zu krepieren
braucht es viel, zu viel Mut
Schöne Ninetta geradewegs in die Hölle
Wäre ich viel lieber im Winter gegangen.
Und während der Weizen dir zuhörte
Mit deinen Hände umklammerst das Gewehr
Mit deinem Mund umklammerst du Worte,
Zu eisige Worte um in der Sonne aufzutauen.
Du schläfst begraben in einem Weizenfeld
Weder die Rose noch die Tulpe
Wachen über dich im Schatten der Gräben
Sondern tausendfacher roter Klatschmohn.